PRESSE

Lieder des Herbstes (November 2015)

Ansprechende Neukomposition und überzeugende Ausführung

….. Auch hier ging es in erster Linie um die musikalische Nachgestaltung des Verstummens vor der Suche nach dem „Unsagbaren“. Den Ton der schweigsamen Hintergründigkeit der sechs anonymen, teils deutschen, teils englischen Gedichte, trafen die Interpreten vollauf….. Eine ansprechende Neukomposition in einer überzeugenden Ausführung.

„Ein Mond aus kochender Milch“ (Juni 2013)

„Ein Mond aus kochender Milch“ ist also nicht nur eine irrwitzige Kriminal-Groteske, sondern ironisiert auch die Gattung Oper mit ihren aus dem 18. und 19. Jahrhundert überlieferten Konventionen und Absurditäten“

«Altars of Light » D’letzebuerger Land (décembre 2000)

Cette liturgie humaniste… se coule dans des moules inédits qu’elle nourrit d’une belle vitalité rythmique et contrapuntique n’excluant pas d’opulentes brassées contemplatives fouettées par les embruns de la transcendance. Musique subtilement dialectique oscillant entre tensions et relâchements, ténèbres et lumière…. Se jouant des oukases esthétiques, Kerger n’écrit que … du Kerger

« Melusina » Trierischer Volksfreund (Dezember 1995)

…Kerger baut auf dem Fundament einer reich facettierten Schlagzeugkulisse auf, entfaltet darüber ein Klangbild, das sich zwischen sonoren lyrischen Passagen und stark synkopisch rhythmisierten Taktfolgen bewegt, Der Gesang selbst bleibt vorherrschend rezititivisch, wird von der Sprache her stilisiert.

«Visual Music » Woxx magazine (1. 12. 2000)

« Visual Music »pour orchestre à cordes est d’une intense beauté, hésitant en permanence entre le traditionnel et l’innovant. Nous qualifierons cette œuvre brève de baudelairienne, y décelant des secrètes correspondances entre luxe, calme et volupté, mais n’hésitant pas à soulever des interrogations suggestives et complexes.

Aus der Tiefe ruf’ ich zu dir“ (2000). Leicht fassliche, wohlproportionierte Abschnittsbildungen kontrastieren mit ans Chaotische grenzenden Stimmenüberlagerungen und Klangverdickungen. Der Grundgedanke des Rufens wird vielfältig variiert und bis zum Aufschrei gesteigert. « Eine wertvolle Begegnung! » (Loll Weber im Luxembourger Wort vom 29.5.2000), « reich und voller Qualitäten » (José Voss in d’Letzebuerger Land vom 28.4.2000). « Die Teile ihrer Bogenform <…> sind deutlich voneinander abgesetzt. Aber Ostinato-Verfahren, choralähnliche Melodik, Cluster oder die von Messiaen übernommenen Vogelstimmen werden nicht isoliert einem Abschnitt zugeordnet, sondern durchdringen mehr oder weniger das gesamte Werk. <…> Untergründig ist Tonalität auf weite Strecken gegenwärtig – wie ein Schema, das benutzt, variiert oder außer Acht gelassen werden kann. Das löst die Fantasie aus aller Abstraktion und macht sie sinnlich und hörernah. » (Martin Möller im Trierischen Volksfreund vom 17./18.6.2000)

«Verschüttete Zeit » Luxemburger Wort (octobre 2000)

« Verschüttete Zeit » verrät trotz ihres zeitgenössischen Idioms erzählerische , ja epische Elemente, die sich allerdings aus fein musikalischen Mitteln ergeben, Da wird, vom Kammerton A ausgehend, eine Intensität aufgebaut, zuerst mit lapidaren, dann sich bis zum Cluster ausdehnenden Motiven, und ebenso progressiv wieder abgebaut. Packend ist die massive Zelebration des Blechklanges, während die Streicher aus nervösem Flackern zu einer schier hieratischen Ruhe finden.

« Rinderwahn » Mannheimer Morgen (Mai 99)

K, mischt apart den vertrauten Tonfall der Avantgarde mit Anklängern aus der Popularmusik bis zum latenten Exotismus, findet mit dem elfköpfigen, schlagwerkstarken Kammerorchester bisweilen geradezu magische Klänge, die mal gläsern-meditativ, mal explosionshaft, mal psychologisierend, dann wieder illustrativ das Geschehen durchdringend.

 

 

« Withered Leaves-New Birth » Tageblatt (Juni 1997)

Allein die Benutzung der Marimba als Solo-Instrument wird zum Aha-Erlebnis, genauso wie die ausgefeilte und phantasievolle Orchestrierung. C.K. zeigt, dass zeitgenössische Musik nicht für ein elitäres, intellektuelles Publikum gedacht ist, sondern dass neue Klänge und Ausdruckmöglichkeiten durchaus für ein grösseres Publikum fassbar gemacht werden können.

 

Fliessen-Zerfliessen (Luxemburger Wort März 2016)

Der generellen Beweglichkeit des Klangablaufes mangelt es weder an Spannung noch an empfindsamen Stimmungswechseln. Zudem erscheint die ansonsten heikle Balance von Klavier und Streichern durchgehend bewahrt. Dies zeugt von Kergers musikalischer
Intelligenz in Sachen Instrumentation. Besonders eindringlich gelingt Camille Kerger
das „Zerfließen“ am Schluss. Das Publikum ist im wahrsten Sinne
des Wortes ergriffen. Erst nach einem Moment der Stille setzt der Applaus ein. Er gilt dem Komponisten ebenso wie den hervorragenden Interpreten. Ein vollauf gelungenes, in sich geschlossenes und ausgesprochen schönes Kammermusikwerk